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Grapefruit-Blutorange-Marmelade: Herb-süßer Zitrusgenuss

Grapefruit-Blutorange-Marmelade ohne Alkohol: Frisch gepresste Säfte als Basis für einen intensiven Zitrusaufstrich. Einfaches Rezept.

Säfte.online Redaktion 7 Min. Lesezeit
Grapefruit-Blutorange-Marmelade: Herb-süßer Zitrusgenuss

Grapefruit-Blutorange-Marmelade: Bitter trifft Süß

Diese Marmelade ist unsere saftbasierte Alternative zur klassischen Grapefruit-Campari-Marmelade. Statt des bitteren Likörs bringt frisch gepresster Blutorangensaft die nötige Tiefe und Komplexität — mit einer spektakulären rubinroten Farbe. Die natürliche Bitterkeit der Grapefruit bleibt erhalten, wird aber durch die Süße der Blutorange perfekt ausbalanciert.

Zutaten für ca. 5 Gläser (à 250 ml)

  • 2 rosa Grapefruits (ca. 500 g Fruchtfleisch)
  • 4 Blutorangen (ca. 300 g Fruchtfleisch)
  • 200 ml frisch gepresster Blutorangensaft (aus ca. 4 weiteren Blutorangen)
  • Saft von 1 Zitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • Optional: 1 EL fein geschnittene Grapefruitschale (Bio, nur die rosa Schicht)

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Früchte vorbereiten

Grapefruits und Blutorangen schälen — die weiße Haut möglichst komplett entfernen, sie enthält die meisten Bitterstoffe. Das Fruchtfleisch aus den Segmenthäuten lösen und grob zerkleinern. Den dabei austretenden Saft auffangen.

2. Blutorangensaft pressen

Die zusätzlichen Blutorangen auspressen. Durch ein Sieb gießen. Du brauchst 200 ml — dieser Saft ersetzt das Wasser und bringt die intensive rote Farbe.

3. Kochen

  1. Fruchtfleisch, Blutorangensaft und Zitronensaft im Topf mischen
  2. Gelierzucker einrühren
  3. Unter Rühren aufkochen, 4 Minuten sprudelnd kochen
  4. Gelierprobe machen
  5. Optional: Grapefruitschale unterrühren
  6. Schaum abschöpfen

4. Abfüllen

In sterilisierte Gläser füllen, verschließen, 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Warum Blutorangensaft statt Campari?

Die originale Grapefruit-Campari-Marmelade ist ein Klassiker. Unsere alkoholfreie Variante tauscht den Campari gegen Blutorangensaft — und gewinnt dabei sogar:

EigenschaftMit CampariMit Blutorangensaft
BitterkeitKünstlich-herbNatürlich-herb (Grapefruit)
FarbeRosa-rotTief rubinrot
FruchtigkeitGedämpft durch AlkoholIntensiv, fruchtig
SaftbezugKeiner100 % saftbasiert
Für Kinder geeignetNeinJa

Die natürliche Bitterkeit der Grapefruit reicht völlig aus — der Campari ist hier nicht nötig.

Bitterkeit kontrollieren

Grapefruit-Marmelade lebt von der herben Note, aber sie soll nicht überwältigen:

Weniger bitter:

  • Weiße Haut komplett entfernen
  • Rosa Grapefruits statt weißer verwenden (milder)
  • Etwas mehr Gelierzucker (Verhältnis 1:1)

Mehr bitter:

  • Etwas weiße Haut stehen lassen
  • Grapefruitschale mitkochen
  • Weiße Grapefruit statt rosa verwenden

Tipps

Blutorangen-Saison nutzen: Blutorangen gibt es von Dezember bis April. In dieser Zeit ist die Farbe am intensivsten. Außerhalb der Saison: normale Orangen verwenden — die Marmelade wird dann goldorange statt rubinrot.

Schale nur von Bio-Früchten: Wenn du Schalenstreifen hinzufügst, nur Bio-Grapefruits verwenden. Konventionelle Zitrusfrüchte sind gewachst und mit Konservierungsstoffen behandelt.

Haltbarkeit: Ungeöffnet 12 Monate. Die Farbe kann mit der Zeit etwas verblassen — der Geschmack bleibt.

Variationen

  • Grapefruit-Rosmarin: Rosmarinzweig mitkochen — mediterran und elegant
  • Grapefruit-Thymian: Thymian statt Rosmarin — etwas milder, passt zu Käse
  • Grapefruit-Pink-Pepper: Rosa Pfefferkörner leicht zerdrücken und unterrühren — überraschend gut

FAQ

Warum ist meine Marmelade so bitter? Zu viel weiße Haut wurde mitverarbeitet. Beim nächsten Mal die Grapefruit sorgfältiger filetieren. Nachträglich lässt sich Bitterkeit nicht entfernen, aber etwas Honig auf dem Brot gleicht sie aus.

Kann ich auch gelbe Grapefruit verwenden? Ja, aber sie ist deutlich bitterer als rosa Grapefruit. Die Farbe wird dann eher goldgelb. Wer herbe Marmeladen mag, kann das ausprobieren.

Muss es Blutorangensaft sein? Nein — normaler Orangensaft funktioniert auch. Du verlierst aber die spektakuläre rote Farbe und den leicht beerigen Geschmack der Blutorange.

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