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Mirabellenmarmelade: Goldene Konfitüre selber machen

Mirabellenmarmelade selber machen: Die goldgelbe Mirabelle ergibt eine honigsüße, aromatische Konfitüre. Einfaches Sommerrezept.

Säfte.online Redaktion 7 Min. Lesezeit
Mirabellenmarmelade: Goldene Konfitüre selber machen

Mirabellenmarmelade: Flüssiger Honig aus dem Garten

Die Mirabelle ist die süßeste aller Pflaumen — und ergibt eine Marmelade, die fast wie Honig schmeckt: goldgelb, samtig und zuckersüß. Mirabellensaison ist kurz (August bis September), aber wer rechtzeitig zugreift, wird mit einer der feinsten Konfitüren überhaupt belohnt. Wenig Zucker nötig, wenig Arbeit, maximaler Geschmack.

Zutaten für ca. 5 Gläser (à 250 ml)

  • 1 kg Mirabellen (entsteint ca. 850 g)
  • 400 g Gelierzucker 2:1 (weniger als üblich — Mirabellen sind sehr süß)
  • Saft von 1 Zitrone
  • Optional: 100 ml frisch gepresster Apfelsaft

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Mirabellen vorbereiten

Mirabellen waschen und entsteinen. Bei reifen Mirabellen lässt sich der Stein oft einfach herausdrücken. Alternativ: halbieren und Stein herauslösen.

Tipp: Mirabellen entsteinen ist fummelig. Ein Kirschentkerner funktioniert bei großen Mirabellen gut. Bei kleinen: einmal einschneiden und den Stein mit der Messerspitze heraushebeln.

2. Kochen

  1. Entsteinte Mirabellen mit Zitronensaft und optional Apfelsaft in den Topf geben
  2. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten weich kochen
  3. Gelierzucker einrühren
  4. Aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen
  5. Gelierprobe machen

3. Konsistenz bestimmen

Hier entscheidest du: Stückig oder glatt?

  • Stückig: Die Mirabellen einfach so lassen — sie zerfallen teilweise von selbst
  • Glatt: Nach dem Kochen mit dem Stabmixer pürieren, dann nochmal kurz aufkochen

4. Abfüllen

In sterilisierte Gläser füllen, verschließen, 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Weniger Zucker dank natürlicher Süße

Mirabellen haben einen Zuckergehalt von 10–15 % — deutlich mehr als die meisten anderen Früchte. Deshalb:

  • 400 g Gelierzucker 2:1 statt der üblichen 500 g reichen völlig
  • Die Marmelade ist trotzdem süß genug
  • Der Fruchtgeschmack kommt besser durch
  • Wer es noch weniger süß mag: Gelierzucker 3:1 probieren

Tipps

Saison nicht verpassen: Mirabellen gibt es nur 4–6 Wochen im Jahr (Mitte August bis Mitte September). Wer Bäume in der Nachbarschaft kennt: fragen — Mirabellenbäume tragen oft so viel, dass die Besitzer froh sind, wenn jemand erntet.

Überreife Mirabellen sind perfekt: Leicht matschige, sehr süße Mirabellen ergeben die aromatischste Marmelade. Was zum Frischessen zu weich ist, ist zum Einkochen genau richtig.

Zitronensaft ist wichtig: Mirabellen sind von Natur aus säurearm. Der Zitronensaft gleicht das aus, gibt Frische und hilft beim Gelieren.

Haltbarkeit: 12 Monate ungeöffnet. Die goldgelbe Farbe bleibt erstaunlich gut erhalten.

Variationen

  • Mirabellen-Vanille: Vanilleschote mitkochen — der Klassiker, schmeckt fast wie Crème brûlée
  • Mirabellen-Thymian: Thymianzweig mitkochen — herb-süßer Kontrast
  • Mirabellen-Lavendel: 1 TL Lavendel mitkochen — provenzalisch
  • Mirabellen-Wacholder-Zitrone: 3 Wacholderbeeren zerdrücken + extra Zitronensaft — unsere saftbasierte Alternative zur Gin-Variante

FAQ

Kann ich auch gelbe Pflaumen statt Mirabellen verwenden? Gelbe Pflaumen (Renekloden) sind größer und weniger süß, funktionieren aber als Ersatz. Etwas mehr Zucker verwenden.

Muss ich die Mirabellen schälen? Nein — die Schale ist dünn und wird beim Kochen unsichtbar. Sie gibt sogar etwas Pektin ab.

Kann ich Mirabellen einfrieren für spätere Marmelade? Ja — entsteint einfrieren (auf einem Blech vorfrieren, dann in Beutel umfüllen). So hast du auch im Winter Mirabellen für Marmelade. Gefroren direkt in den Topf geben.

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